Orientierung im großen Leseangebot

Endlich! Die Buchhandlungen dürfen wieder öffnen.
Jetzt müssen wir nur noch unsere Leserinnen und Leser in die Verkaufsräume locken. Denn manche sind sich unsicher, ob Einkaufen und Beratung trotz Abstandsgebot überhaupt möglich ist.


Oft fehlt den Leserinnen und Lesern die Orientierung im deutschsprachigen Buchhandel – sowohl im Ladengeschäft als auch online. Sie haben mit dem großen Angebot zu kämpfen und finden intuitiv nicht das richtige Buch. Wie können wir das Schaufenster und den Verkaufsraum einladend gestalten?


Suchen, Finden und Kaufen nach Bauchgefühl


Gut geeignet, um unsere Warenpräsentation in den Schaufenstern und Regalen zu prüfen, ist das Gefühlsmodell der „Lesemotive“ – eine Landkarte unserer Bedürfnisse. Zu jedem Feld auf dieser Landkarte passen Bild- und Sprachwelten, die sich auf unseren Buchcovern und Plakaten wiederfinden. Sie erklären die Bedürfnisse, die zum Buchkauf „verlocken“.


Die Leserin, die sich nach Sicherheit und Geborgenheit im christlichen Glauben sehnt, fühlt sich von anderen Motiven angezogen als die Leserin, die Abenteuer oder Nervenkitzel sucht. Oft ist das sogar unabhängig vom Genre: Der eine Ratgeber fordert mich heraus, mein Leben zu ändern, der andere schenkt mir Orientierung und Ruhe in schwierigen Zeiten.


Wer kauft welches Buch?


Der Branchenverband MVB hat das Modell der Lesemotive zusammen mit den Beratern der Gruppe Nymphenburg und dem Start-Up Qualifiction in den vergangenen Jahren neu entwickelt. Grundlage ist eine Leserstudie aus dem Jahr 2018. Demnach haben Menschen, die selten lesen und unter Zeitdruck stehen, das Bedürfnis „etwas Leichtes zu lesen“. Genauer gesagt: das Bedürfnis nach unbeschwerter Lektüre mit einfacher Sprache und niedriger Komplexität.


Viele kennen auch das Bedürfnis nach anderen, fiktiven Welten, die aus dem Alltag entführen und uns das Gefühl geben, ganz in das Buch einzutauchen. Andere Menschen sehnen sich nach Poesie und freuen sich über die schöne Sprache und liebevolle Gestaltung eines Buchs. Gerade in der Krise spüren wir in allem Schönen, das Gott durch uns Menschen erschafft, seine Gegenwart.


Weitere Informationen


Wir möchten Sie ermutigen: Sprechen Sie die Gefühle Ihrer Kunden durch Ihr Schaufenster an.
Die passenden Non-Books und Poster machen die Orientierung in Ihrer Buchhandlung perfekt. Die Verlage der SCM Verlagsgruppe unterstützen Sie nach Kräften mit der Auswahl emotionaler Buchtitel, Cover und Werbemittel.


Wenn Sie sich weiter informieren möchten, empfehlen wir Ihnen gerne die Seiten des VLB und MVB sowie ein erstes Praxisbeispiel im Shop der Buchhandlung Reuffel:
https://vlb.de/leistungen/lesemotive-im-vlb
https://mvb-online.de/product/lesemotive
https://www.reuffel.de/geschenkefinder


Wo zwei oder drei ...

 

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
Matthäus 18, 20


Welches Ereignis hat zuletzt Ihr Herz bewegt und mit Freude gefüllt?
Welche Stunden strahlen im Rückblick aus dem Alltagsgrau heraus?


Oft geht es uns so, dass besonders die Tischgemeinschaft mit lieben Menschen uns berührt. Wir denken an die Tischgemeinschaft Jesu, spüren seine Nähe und sind erfüllt vom Dank für seine Gaben. Ebenso fühlen viele Menschen, dass sie im Lobpreis große Lasten fallen lassen können und Gottes Gegenwart, Hilfe und Freude erfahren. Haben Sie sich schon überlegt, wie Sie diese beiden wichtigen Pfeiler unserer Botschaft – die Tischgemeinschaft und den Lobpreis - in Zeiten von eingeschränkten Kontakten stärken können?


Vielleicht ist Ihre Buchhandlung bereits ein Ort der Begegnung für Ihre Gemeinde. Selbst wenn die Einschränkungen bestehen bleiben, können sich hier Teile der Gemeinde treffen, kostbare gemeinsame Zeit erleben und Inspiration für das geistliche Leben finden. Wir haben Ideen für Sie und Ihre Kunden gesammelt, um die Gemeinschaft mit kleinen Impulsen zu unterstützen.

 

1.    Bieten Sie einfache Stehtische im Freien an. Mit genügend Abstand und frischer Luft ist jeder gerne bereit, sich auszutauschen. Sie können den Tisch mit Ihren Hör- und Leseempfehlungen dekorieren und so wertvolle Impulse geben.

2.    Bieten Sie Ihre Verkaufsräume für eine geschlossene Gesellschaft an. In der Mittagspause oder abends nach den regulären Ladenöffnungszeiten können interessierte Kundinnen in Ruhe stöbern. Einzige Voraussetzung ist, dass die Gruppe klein ist und (falls nicht verwandt) Abstand hält. Falls Sie dem Abend ein Motto wie „Gottes Güte schmecken“ geben wollen, laden Sie die Gemeindemitglieder mit ein, die besonders gerne kochen und sich mit Wein auskennen. Wenn Sie dazu Häppchen oder Wein anbieten möchten, achten Sie auf die örtlichen Vorschriften und die Wünsche und Ängste der Teilnehmer. Ein Beispiel für eine Einladung finden Sie online auf dieser Seite: https://www.scm-shop.de/filialen/bad-liebenzell


3.    Haben Sie schon einmal eine Verkaufsparty besucht? Im kleinen Kreis kann kaum jemand den Empfehlungen widerstehen, ganz gleich ob real im Wohnzimmer oder online z.B. über whatsapp. Bieten Sie Ihre Buchparty für örtliche Hauskreise, Jugendgruppen oder Familien an. Besonders zu Geburtstagen oder im Advent ist das eine schöne Idee, um den Geschenkekorb für den ganzen Familien- und Freundeskreis zu füllen. Hier ist Ihre Beratung gewünscht!

Buchparty



        
4.    Erinnern Sie sich an das Singen vor der Haustüre zu Beginn der Einschränkungen?
Nach wie vor gibt es Musik vor dem Haus, auf dem Kirchplatz oder Marktplatz, im Schrebergarten, in den Weinbergen oder Obstwiesen – überall wo genug Platz ist. Um das Singen in neuen (und alten) Liederbüchern zu beleben, fragen Sie in der Nachbarschaft und in den Chören rund um Ihre Buchhandlung: Wer vermisst das gemeinsame Singen besonders und ist bereit mitzumachen? Welche stimmgewaltigen Solisten und Solistinnen können Sie überreden, den Lobpreis im Freien zu unterstützen? Wenn Sie genügend Sängerinnen und Sänger haben, können Sie vielleicht sogar einen Kreis in bzw. um die Kirche oder den Gemeindesaal bilden.

Lobpreis

5.    Nicht nur Singen im Freien ist zu einem Trend geworden: Home Worship Sessions sind genauso beliebt. Seit Beginn der Kontaktbeschränkungen finden sich viele Videos in den sozialen Medien wie Youtube oder Instagram. Finden Sie heraus, ob es solche Lobpreisabende bereits in Ihrer Nähe gibt und nehmen Sie Kontakt auf. Auch hier ist Ihre Expertise gefragt!


6.    Sprechen Sie Ihre Jugendgruppen an: Wer ist in den sozialen Medien aktiv? Wer könnte Fotos und Videos für Ihre Buchhandlung gestalten? Neben Musikvideos sind alle Themen rund ums Kochen und Genießen beliebte Motive für die sozialen Medien, aber auch Bücher werden gerne fotografiert und kommentiert. Vielleicht haben Sie mit Blick auf die christlichen Neuerscheinungen schon Empfehlungen für die Jugendlichen oder es findet sich eine begeisterte Bloggerin, die selbst ihr Lieblingsbuch vorstellen möchte.
       

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